Erläuterungen Erwerbstätigkeit

Erwerbstätigkeit – Erläuterungen

Rechtsgrundlagen, Erläuterungen

Daten der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit

Daten aus der Abeitslosenstatistik sind Sozialdaten (§ 35 SGB I) und unterliegen dem Sozialdatenschutz gem § 16 BStatG. Aus diesem Grund werden Zahlenwerte kleiner 3 anonymisiert.

Mit der Einführung des SGB II zum 01.01.2005 änderten sich die Grundlagen der Arbeitsmarktstatistik in Deutschland. Neben den Agenturen für Arbeit sind nun auch kommunale Träger für die Arbeitsmarktstatistik zuständig.

Es liegen daher für den Zeitraum von Januar 2005 bis Mai 2006 keine vollständigen Daten auf Gemeindeebene vor.

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Alter
Mit dem Stichtag 31. März 1980 beginnend, wird bei jeder Auszählung das genaue Alter der Beschäftigten am jeweiligen Stichtag ermittelt. Bei dieser Berechnung wird aus dem Geburtsdatum und dem Berichtsstichtag exakt ermittelt, welches Altersjahr der Beschäftigte am Berichtsstichtag hatte.
Angestellte
Als Angestellte zählen Arbeitnehmer, die der Versicherungspflicht in der Angestelltenrentenversicherung unterliegen oder die von der Versicherungspflicht aufgrund besonderer Vorschriften befreit sind.
Arbeiter
Als Arbeiter gelten alle Personen in abhängiger Stellung, die der Versicherungspflicht in der Arbeiterrentenversicherung unterliegen.
Arbeiter/-innen und Angestellte (zusammengefasste Gliederung)
Die sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer werden aufgrund des Gesetzes zur Organisationsreform in der gesetzlichen Rentenversicherung (RVOrgG 2004) ab dem Jahr 2005 nicht mehr nach Arbeitern/Arbeiterinnen und Angestellten getrennt ausgewiesen.
Arbeitslose
Arbeitslose sind Personen, die vorübergehend nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen und eine sozialversicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden pro Woche umfassende Beschäftigung suchen. Sie müssen sich bei Ihrer zuständigen Arbeitsagentur oder nach dem SGB II zuständigen Träger als arbeitsuchend gemeldet haben. Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik gelten als nicht arbeitslos.
Arbeitslosenquote
  1. Arbeitslose in Prozent aller zivilenErwerbspersonen (Abhängige zivile Erwerbspersonen, Selbständige, mithelfende Familienangehörige)
  2. Arbeitslose in Prozent der abhängigen zivilenErwerbspersonen (sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigte, Beamte, Arbeitslose)
Arbeitsmarkt
Die Ergebnisse der Arbeitsmarktstatistik beschränken sich auf den Nachweis der Arbeitslosen, der Arbeitslosenquote, der offenen Stellen und der Kurzarbeiter.
Arbeitsort
Siehe Wohnort
Arbeitszeit
Als bezahlte Arbeitszeit gelten die geleisteten Stunden zuzüglich der bezahlten Ausfallstunden, zum Beispiel für gesetzliche Feiertage, bezahlten Urlaub, bezahlte Arbeitspausen sowie bezahlte Freizeit aus betrieblichen und persönlichen Gründen.
Mehrarbeitsstunden sind Arbeitsstunden, die über die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit der Arbeiter hinaus geleistet und nicht durch Gewährung von Freizeit an anderen Tagen ausgeglichen werden.
Ausbildung
Nachgewiesen werden sowohl der erreichte allgemeine Schulabschluss als auch die abgeschlossene Berufsausbildung der Beschäftigten. Der Abschluss an einer Fachhochschule und Hochschule/Universität gilt als abgeschlossene Berufsausbildung. Die Angaben beziehen sich auf den höchsten Abschluss, auch wenn diese Ausbildung für die derzeit ausgeübte Tätigkeit nicht vorgeschrieben oder verlangt ist.
Als abgeschlossene Berufsausbildung wird die Ausbildung in einem anerkannten Lehr- oder Anlernberuf (Ausbildung im Sinne des Berufsbildungsgesetzes), Abschluss einer Berufsfach- oder Fachschule, Abschluss einer Fachhochschule, an einer wissenschaftlichen Hochschule bzw. Universität angesehen.
Ausländer
Als Ausländer gelten alle Personen, die nicht Deutsche im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes sind. Dazu zählen auch Personen, die staatenlos sind oder deren Staatsangehörigkeit ungeklärt ist.
Personen, die neben der deutschen noch eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzen, sind nicht als Ausländer gezählt. Ebenfalls nicht erfasst sind die nicht zur Bevölkerung zählenden Mitglieder der ausländischen Stationierungsstreitkräfte sowie der ausländischen diplomatischen und konsularischen Vertretungen mit ihren Familienangehörigen.
Beschäftigte in beruflicher Ausbildung
Personen, die als Auszubildende (öffentlich-rechtlicher Vertrag) oder zu ihrer Ausbildung im Angestellten- oder Arbeitsverhältnis beschäftigt sind. Zu diesem Kreis zählen neben den Auszubildenden nach dem Berufsbildungsgesetz vom 14. August 1969 (BBiG) auch Anlernlinge, Praktikanten, Volontäre, Schüler an Schulen des Gesundheitswesens sowie Teilnehmer an den von der Bundesagentur für Arbeit geförderten Maßnahmen zur beruflichen Fortbildung, Umschulung und betrieblichen Einarbeitung. Die Beschäftigten in beruflicher Ausbildung werden zum 30. Juni jeden Jahres ausgewiesen.
Beteiligung am Erwerbsleben (Erwerbskonzept)
Die Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung gliedert sich nach der Beteiligung am Erwerbsleben in Erwerbspersonen und Nichterwerbspersonen.
Bruttolohn/Bruttogehalt
Als Bruttoverdienst gilt der Bruttolohn oder das Bruttogehalt, das ist der tarifliche oder frei vereinbarte Lohn bzw. das tarifliche oder frei vereinbarte Gehalt einschließlich tariflicher und außertariflicher Leistungs-, Sozial- und sonstiger Zulagen und Zuschläge, wie sie dem Arbeitnehmer für den Erhebungszeitraum effektiv als Arbeitsverdienst berechnet werden. Bei Angestellten, die neben einem festen Gehalt eine Umsatzprovision beziehen, ist der auf den Erhebungsmonat entfallende Provisionsanteil hinzugerechnet. In den Bruttoverdienst eingeschlossen sind gegebenenfalls vom Arbeitgeber freiwillig übernommene Lohnsteuerbeträge und Arbeitnehmeranteile der Beiträge zur Sozialversicherung. Die vom Arbeitgeber aufgebrachten monatlichen vermögenswirksamen Leistungen zählen ebenfalls zum Bruttoverdienst.
Nicht zum Bruttoverdienst rechnen alle Beträge, die nicht der Arbeitstätigkeit in der Erhebungszeit zuzuschreiben sind, wie z.B. Spesenersatz, Trennungsentschädigung, Auslösung usw. Ebenfalls nicht darin enthalten ist das zusätzliche Urlaubsgeld, das über das normale, meist nach den Verdienstverhältnissen eines zurückliegenden Zeitraumes errechnete Entgelt hinausgeht. Nicht darin enthalten sind auch Gratifikationen, Jahresabschlussprämien, 13. Monatsgehalt, Gewinnanteile und Gewinnbeteiligungen, sofern diese nicht in monatlichen Teilbeträgen bezahlt werden.
Erwerbslose
Als erwerbslos gelten Personen ohne Arbeitsverhältnis, die sich um eine Arbeitsstelle bemühen, unabhängig davon, ob sie beim Arbeitsamt als Arbeitslose gemeldet sind. Ab 2005: Nur Erwerbslose, die kurzfristig, d.h. innerhalb von 2 Wochen für eine Beschäftigung verfügbar waren und in den letzten 4 Wochen aktiv eine Beschäftigung gesucht haben.
Erwerbspersonen
Zu den Erwerbspersonen rechnen die Erwerbstätigen und die Erwerbslosen.
Erwerbstätige
Zu den Erwerbstätigen zählen alle Personen im Alter von 15 Jahren und mehr, die in der Berichtswoche mind. 1 Stunde eine auf Bezahlung ausgerichtete Tätigkeit ausgeübt haben, unabhängig von der Bedeutung dieser Tätigkeit für den Lebensunterhalt. Im Rahmen des Mikrozensus werden Erwerbstätige am Wohnort erfasst.
Kurzarbeiter
Personen, die wegen vorübergehendem Arbeitsausfall mindestens 10 Prozent weniger als die übliche Arbeitszeit beschäftigt sind und die Anspruch auf Kurzarbeitergeld haben.
Leistungsgruppe 1
Arbeitnehmer/ -innen in leitender Stellung mit Aufsichts- und Dispositionsbefugnis. Hierzu zählen z.B. auch angestellte Geschäftsführer/ -innen, sofern deren Verdienst zumindest noch teilweise erfolgsunabhängige Zahlungen enthält. Eingeschlossen sind ferner alle Arbeitnehmer/ -innen, die in größeren Führungsbereichen Dispositions- oder Führungsaufgaben wahrnehmen (z.B. Abteilungsleiter/ -innen) und Arbeitnehmer/ -innen, mit Tätigkeiten, die umfassende kaufmännische oder technische Fachkenntnisse erfordern. In der Regel werden die Fachkenntnisse durch ein Hochschulstudium erworben. Die Tätigkeiten werden selbstständig ausgeführt.
Leistungsgruppe 2
Arbeitnehmer/ -innen mit sehr schwierigen bis komplexen oder vielgestaltigen Tätigkeiten, für die in der Regel nicht nur eine abgeschlossene Berufsausbildung, sondern darüber hinaus mehrjährige Berufserfahrung und spezielle Fachkenntnisse erforderlich sind. Die Tätigkeiten werden überwiegend selbstständig ausgeführt. Dazu gehören auch Arbeitnehmer/ -innen, die in kleinen Verantwortungsbereichen gegenüber anderen Mitarbeiter(n)/ -innen Dispositions- oder Führungsaufgaben wahrnehmen (z.B. Vorarbeiter/ -innen, Meister/ -innen).
Leistungsgruppe 3
Arbeitnehmer/ -innen mit schwierigen Fachtätigkeiten, für deren Ausübung in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung, zum Teil verbunden mit Berufserfahrung, erforderlich ist.
Leistungsgruppe 4
Angelernte Arbeitnehmer/ -innen mit überwiegend einfachen Tätigkeiten, für deren Ausführung keine berufliche Ausbildung, aber besondere Kenntnisse und Fertigkeiten für spezielle, branchengebundene Aufgaben erforderlich sind. Die erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten werden in der Regel durch eine Anlernzeit von bis zu zwei Jahren erworben.
Leistungsgruppe 5
Ungelernte Arbeitnehmer/ -innen mit einfachen, schematischen Tätigkeiten oder isolierten Arbeitsvorgängen, für deren Ausübung keine berufliche Ausbildung erforderlich ist. Das erforderliche Wissen und die notwendigen Fertigkeiten können durch Anlernen von bis zu drei Monaten vermittelt werden.
Leistungsgruppen
Siehe Leistungsgruppe 1
Siehe Leistungsgruppe 2
Siehe Leistungsgruppe 3
Siehe Leistungsgruppe 4
Siehe Leistungsgruppe 5
Nichterwerbspersonen
Alle Personen, die keinerlei auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben oder suchen. (zum Beispiel Kinder, Rentner und Nur-Hausfrauen).
offene Stellen
Als offene Stellen gelten die dem Arbeitsamt zur Vermittlung gemeldeten Arbeitsplätze für namentlich nicht benannte Arbeitnehmer und Heimarbeiter. Erfasst werden nur offene Stellen, für die eine Beschäftigung von voraussichtlich mehr als 7 Kalendertagen vorgesehen ist (keine kurzfristige Beschäftigung). Stellen für Heimarbeit werden bei den offenen Stellen für Teilzeitarbeit erfasst.
Pendler
Als Pendler werden alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bezeichnet, deren betrieblicher Arbeitsplatz nicht mit der Wohnsitzgemeinde übereinstimmt. Nach der Richtung der Pendlerwanderung wird zwischen Auspendlern und Einpendlern unterschieden. Personen, die von der Wohnsitzgemeinde in eine andere Gemeinde zur Arbeit fahren, gelten als Auspendler. Betrachtet man dieselben Pendler dagegen von den Zielgemeinden her, in denen die Arbeitsstätten liegen, so spricht man von Einpendlern.
In der Statistik werden die Pendlerströme nach dem Überschreiten der regionalen Gebietsgrenzen unterschieden. So wird getrennt nach Pendlern über die Gemeinde-, Kreis- und Landesgrenzen. Dabei werden die Pendler innerhalb dieser Grenzen nicht als Pendler ausgewiesen.
Siehe Pendlersaldo
Pendlersaldo
Der Pendlersaldo ist die Differenz von Einpendlern zu Auspendlern. Einpendlerüberschüsse weisen auf ein Überangebot an Arbeitsplätzen bezogen auf die ansässige Bevölkerung hin. Umgekehrt charakterisieren Auspendlerüberschüsse ein Defizit an Arbeitsplätzen.
Siehe Pendler
regionale Zuordnung
Die sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer/-innen werden am inländischen Arbeitsort nachgewiesen. Der inländische Arbeitsort ist die Gemeinde, in der der Betrieb liegt, in dem sie beschäftigt sind.
sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer
Der Kreis der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer umfasst alle Arbeitnehmer, die krankenversicherungspflichtig, rentenversicherungspflichtig , pflegeversicherungspflichtig und/oder beitragspflichtig nach dem Arbeitsförderungsgesetz sind oder für die von den Arbeitgebern Beitragsanteile zu den gesetzlichen Rentenversicherungen zu entrichten sind. In der Regel gehören zu diesem Personenkreis alle Arbeiter, Angestellten und Personen in beruflicher Ausbildung.
Mit der gesetzlichen Neuregelung zum Stichtag 1. April 1999 sind Arbeitgeber verpflichtet, auch für Personen, die ausschließlich sogenannte geringfügig entlohnte Tätigkeiten ausüben, pauschalierte Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung zu entrichten.
Ausschließlich geringfügig entlohnte Personen, die nur wegen der gesetzlichen Neuregelung in den Kreis der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gelangt sind sowie Personen, die als Tätigkeit eine kurzzeitige Beschäftigung im Sinne des §8 Abs.1 SGB IV ausüben, werden in den Tabellen bis auf weiteres nicht nachgewiesen.
Für die örtliche Abgrenzung betrieblicher Einheiten gilt der Gemeindebereich. Alle in einer Gemeinde liegenden Niederlassungen desselben Unternehmens können als eine örtliche Betriebseinheit angesehen werden. Die wirtschaftssystematische Zuordnung der Beschäftigten erfolgt nach dem wirtschaftlichen Schwerpunkt der örtlichen Betriebseinheit, die regionale Zuordnung nach dem Arbeitsort. Ausgewiesen werden nicht Beschäftigungsfälle, sondern beschäftigte Personen, Personen mit mehreren sozialversicherungspflichtigen Tätigkeiten werden nur einmal erfasst.
Die Aufgliederung von Ergebnissen nach Arbeitern und Angestellten erfolgt nach der Zugehörigkeit zum Rentenversicherungsträger.
Verdiensterhebung
Die vierteljährliche Verdiensterhebung löste mit Beginn des Jahres 2007 die »Laufende Verdiensterhebung im Produzierenden Gewerbe, Handel, Kredit- und Versicherungsgewerbe« ab.
Sie wird als Stichprobe bei ca. 4 500 örtlichen Erhebungseinheiten in Baden-Württemberg und bei ca. 40 500 örtlichen Erhebungseinheiten im gesamten Bundesgebiet durchgeführt. Erfragt werden Merkmale, die unmittelbar in den Lohnabrechnungssystemen der Erhebungseinheiten vorliegen, wie z.B. der steuerpflichtige Arbeitslohn. Angaben für einzelne Personen werden nicht gefordert, sondern Summenangaben, z.B. für eine Arbeitnehmergruppe in einem Betrieb die Summe des steuerpflichtigen Arbeitslohnes, die Summe der bezahlten Arbeitsstunden und die Zahl der Arbeitnehmer. Veröffentlicht werden dagegen die Durchschnittsverdienste je Arbeitnehmer oder je Arbeitnehmerstunde.
Aufgrund der konzeptionellen Änderungen sind die Ergebnisse der neuen vierteljährlichen Verdiensterhebung nur noch sehr eingeschränkt mit den Ergebnissen der bisherigen Verdiensterhebung vergleichbar.
Erläuterungen zum Fragebogen und Definition der Leistungsgruppen …
Voll-/Teilzeitbeschäftigte
Der Unterscheidung der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer nach Voll- und Teilzeitbeschäftigten liegen die von den Arbeitgebern in den Meldebelegen zu machenden Angaben über die arbeitsvertraglich vereinbarte Wochenarbeitszeit zugrunde, und zwar in folgender Gliederung:
  • vollzeitbeschäftigt
  • teilzeitbeschäftigt mit einer Wochenarbeitszeit von weniger als 18 Stunden(bis 1993: weniger als 20 Stunden) und
  • teilzeitbeschäftigt mit einer Wochenarbeitszeit von 18 Stunden(bis 1993: 20 Stunden) und mehr, jedoch nicht vollbeschäftigt.
Wirtschaftsbereich
Zur Darstellung der Mikrozensusergebnisse nach Wirtschaftszweigen wurde 1995 erstmals die Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 1993 (WZ 93), auf der Basis der Systematik der Wirtschaftszweige in der EU (NACE Rev. 1) verwendet. Hierdurch ergaben sich teilweise deutliche Verschiebungen unter den einzelnen Gliederungspositionen, so dass ein Vergleich der Ergebnisse ab 1995 mit den Vorjahren nur noch sehr eingeschränkt möglich ist. Von den Umgruppierungen sind alle vier Wirtschaftsbereiche betroffen. Teilweise sind zwar die verbalen Beschreibungen der einzelnen Positionen gleich geblieben, nicht aber deren Inhalte. Zum Beispiel wird das Gastgewerbe, das zuvor dem übrigen Wirtschaftsbereich zugeordnet war, nun gemeinsam mit dem Bereich Handel, Verkehr, Nachrichten ausgewiesen. Aber auch innerhalb der feineren Gliederung nach Wirtschaftsunterabschnitten (früher Wirtschaftsunterabteilungen) ergaben sich Verschiebungen und Neugliederungen. In den Tabellen ist nunmehr die folgende Gliederung der Wirtschaftsbereiche und -unterbereiche (früher Wirtschaftsabteilungen) enthalten:
  • Land- und Forstwirtschaft, Fischerei
  • Produzierendes Gewerbe
    • Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe
    • Energie- und Wasserversorgung
    • Baugewerbe
  • Handel, Gastgewerbe und Verkehr
    • Handel und Gastgewerbe
    • Verkehr und Nachrichtenübermittlung
  • Sonstige Dienstleistungen
    • Kreditinstitute und Versicherungsgewerbe
    • Grundstückswesen, Vermietung, Dienstleistungen für Unternehmen
    • Öffentliche Verwaltung u. ä.
    • Öffentliche und persönliche Dienstleistungen
Wirtschaftsunterbereich
Siehe Wirtschaftsbereich
Wirtschaftszweig
Der Nachweis der versicherungspflichtig Beschäftigten wurde ab dem Stichtag 30.09.1998 auf die europaweit eingeführte Klassifikation der Wirtschaftszweige – Ausgabe 1993 (WZ93), ab dem Stichtag 30.06.2003 auf die Klassifikation der Wirtschaftszweige – Ausgabe 2003 (WZ 2003) und ab dem Stichtag 30.06.2008 auf die Klassifikation der Wirtschaftszweige – Ausgabe 2008 (WZ 2008) umgestellt. Die Neuverschlüsselungen auf die WZ93 bzw. WZ 2008 brachten beträchtliche Änderungen in der wirtschaftlichen Zuordnung mit sich. Dadurch sind die Ergebnisse der unterschiedlichen WZ-Systematiken, auch bei gleichlautenden Bezeichnungen einzelner Gliederungen, keinesfalls miteinander vergleichbar und es ist von einem »Bruch in der Zeitreihe« auszugehen.
Die wirtschaftliche Zuordnung der Beschäftigten erfolgt nach dem wirtschaftlichen Schwerpunkt des Betriebes (örtliche Einheit), in dem die sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer/-innen beschäftigt sind.
Wohnort
Die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten werden sowohl am inländischen Arbeitsort als auch am Wohnort im In- oder Ausland nachgewiesen.
Der inländische Arbeitsort ist die Gemeinde, in der der Betrieb liegt. Für die örtliche Abgrenzung betrieblicher Einheiten gilt der Gemeindebereich. Alle in einer Gemeinde liegenden Niederlassungen desselben Unternehmens können als eine örtliche Betriebseinheit angesehen werden. Die Zuordnung zum Wohnort richtet sich nach den – dem Arbeitgeber gegenüber – angegebenen melderechtlichen Verhältnissen (Haupt- oder Nebenwohnsitz). Angaben über Beschäftigte mit ausländischem Arbeitsort liegen definitionsgemäß nicht vor.

Zeichenerklärung

0
weniger als die Hälfte von 1 in der letzten besetzten Stelle, jedoch mehr als nichts
nichts vorhanden (genau Null)
·
Zahlenwert unbekannt oder geheim zu halten
x
Tabellenfach gesperrt, weil Aussage nicht sinnvoll
Angabe fällt später an
/
Zahlenwert nicht sicher genug
()
Aussagewert eingeschränkt
p
vorläufige Zahl
r
berichtigte Zahl
s
geschätzte Zahl
D
Durchschnitt (arithmetisches Mittel)


© Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, 2013 | ^