Indikatoren zum Thema »Gesundheit, Soziales, Rechtspflege«

Aussage

Krankenhausdiagnosen erlauben Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand der Bevölkerung.

Schaubild: Vollstationäre Patienten in den Krankenhäusern Baden-Württembergs 2009 nach ausgewählten Hauptdiagnosen und Geschlecht

Ergebnisse

In Baden-Württemberg sind Kreislauferkrankungen häufigster Grund eines vollstationären Krankenhausaufenthalts. An zweiter Stelle folgen Verletzungen, Vergiftungen und ähnliche Behandlungsanlässe, die Folgen einer äußeren Ursache sind. Die 55-Jährigen und älteren stellen über die Hälfte aller Patienten. Bei den 75-Jährigen und älteren sind es immerhin noch 23 %.

Sieht man von Klinikaufenthalten infolge Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett einmal ab, ist das Verhältnis der Anzahl männlicher gegenüber weiblicher Behandlungsfälle ausgeglichen.

Infolge von Krankheiten des Atmungssystems, Krankheiten des Kreislaufsystems und bösartiger Neubildungen müssen allerdings deutlich mehr Männer als Frauen ein Krankenhaus aufsuchen. Dagegen überwiegen weibliche Behandlungsfälle bei Krankheiten des Urogenitalsystems sowie des Muskel-Skelettsystems und des Bindegewebes.

Definition / Berechnung
Einzelne Hauptdiagnosen nach Geschlecht / Diagnosen insgesamt nach Geschlecht × 100
Jedem in den Krankenhäusern vollstationär versorgten Behandlungsfall nach Alter und Geschlecht ist die Hauptdiagnose zugeordnet. Deren statistische Erfassung erfolgt auf Basis der Internationalen Klassifikation der Krankheiten, 10. Revision (ICD 10). Die Hauptdiagnose wird definiert als die Diagnose, die nach Analyse als diejenige festgestellt wird, die hauptsächlich für die Veranlassung des stationären Krankenhausaufenthalts der Patientin/des Patienten verantwortlich ist. »Nach Analyse« bedeutet die Evaluation der Befunde am Ende des stationären Aufenthalts.
Datenquelle
Krankenhausstatistik Teil II, Diagnosen
Mögliche regionale Gliederung
Kreis (mit Einschränkungen), Region, Regierungsbezirk, Land
Periodizität
Jährlich
Nächste Aktualisierung
Dezember 2011
Vollstationäre Krankenhauspatienten in Baden-Württemberg 2009 nach Hauptdiagnosen
Diagnosen
(Pos.- Nr. der ICD 10)
Ins-
gesamt
Anteile am jeweiligen Insgesamt nach Altergruppen von … bis unter … Jahren in %
unter 1 1–15 15–2525–3535–4545–5555–6565–7575 und mehr
Behandlungsfälle insgesamt2.005.7795,35,25,98,38,911,312,819,322,9
darunter
Bösartige Neubildungen (C00–C97) 172.5010,01,61,21,64,812,721,432,923,7
Krankheiten des Kreislaufsystems (I00–I99)284.9770,10,40,81,33,69,015,129,040,7
Krankheiten des Atmungssystems (J00–J99)129.4164,216,98,76,56,87,79,515,224,4
Krankheiten des Verdauungssystems (K00–K99)195.8060,84,56,76,49,813,714,419,923,8
Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes (M00-M99)171.7150,02,03,64,39,415,819,126,419,5
Krankheiten des Urogenitalsystems (N00-N99)105.9880,92,95,97,611,814,213,421,322,2
Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen (S00–T98)211.5471,210,810,06,78,510,710,515,426,1

infopunkt

Weiterführende Informationen

19.11.2010 12:30:00


© Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, 2010 | ^