Erläuterungen Landwirtschaft

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Ackerland
Zum Ackerland rechnen alle Flächen, die in die Fruchtfolge einbezogen sind und regelmäßig beackert und bestellt werden. Im Einzelnen zählen hierzu die Flächen der als Hauptfrucht angebauten Getreidearten und Hülsenfrüchte zur Körnergewinnung, der Hackfrüchte, Handelsgewächse, Futterpflanzen, der zum Unterpflügen bestimmten Hauptfrüchte und der Schwarzbrache. Auch die Flächen von Gemüse, Erdbeeren, Blumen und sonstigen Gartenbauerzeugnissen im feldmäßigen Anbau und im Erwerbsgartenbau (einschließlich Unterglasflächen) sind mit einbezogen. Zum Ackerland gehören auch alle für die Erlangung von Ausgleichszahlungen stillgelegten bzw. freiwillig aus der landwirtschaftlichen Erzeugung genommenen Flächen sowie die mit nachwachsenden Rohstoffen bebauten Ackerflächen.
Nicht zum Ackerland zählen die Ackerflächen, die im Rahmen einer dauerhaften Stilllegung in andere Nutzungsarten überführt werden sowie Flächen, die aus sozialen, wirtschaftlichen oder anderen Gründen brachliegen.
Wenn auf einer Fläche fünf Jahre oder länger die gleiche Kulturpflanze verbleibt und wiederkehrende Erträge liefert, ist diese den Dauerkulturen und nicht dem Ackerland zuzuordnen (Ausnahmen hierzu sind bspw. Erdbeeren, Hopfen, Spargel).
AK‑E
Siehe Arbeitskraft‑Einheit
Ammen- und Mutterkühe
Ammen- und Mutterkühe sind Kühe, die das ganze Jahr nicht gemolken werden und deren Milch nur von fremden bzw. eigenen Kälbern verbraucht wird.
Aquakultur
Unter Aquakultur wird die Aufzucht oder Haltung von Wasserorganismen (insbesondere Fische, Krebs- und Weichtiere, Algen) unter kontrollierten Bedingungen mit dem Ziel der Produktionssteigerung (z. B. durch Zufütterung, Teichdüngung, Schutz vor natürlichen Feinden) verstanden. Im Gegensatz zur Fischerei sind die Wasserorganismen während der gesamten Aufzucht bis zum Verkauf im Besitz der Betreiber der Aquakulturanlagen.
Arbeiten im landwirtschaftlichen Betrieb
Hierzu zählen alle Feld-, Stall-, Wald- und Transportarbeiten, Buchführung, Organisation, Nachbarschaftshilfe in anderen landwirtschaftlichen Betrieben, Tätigkeiten in einem zum landwirtschaftlichen Betrieb gehörenden Nebenbetrieb (z. B. Brennerei), Vermarktung und Verkauf von selbsterzeugten landwirtschaftlichen Produkten, Arbeiten für die Unterhaltung der Betriebsgebäude und des Inventars, Tätigkeiten im Rahmen von »Ferien auf dem Bauernhof«.
Nicht hierzu zählen Tätigkeiten in einem dem landwirtschaftlichen Betrieb angegliederten, jedoch rechtlich selbständigen Betrieb (z. B. Gasthof, Metzgerei).
Arbeitskräfte
Im Rahmen der Agrarstrukturerhebung werden Arbeitskräfte erfasst, sofern sie 15 Jahre und älter und mit betrieblichen Arbeiten beschäftigt sind (s. Arbeiten im landwirtschaftlichen Betrieb). Nicht hierzu zählen Personen, die nur im Rahmen der Nachbarschaftshilfe tätig waren sowie Personen, die für fremde Rechnung auf diesem Betrieb gearbeitet haben (z. B. im Auftrag von Lohnunternehmen oder Maschinenringen).
Die Arbeitskräfte werden aufgrund der Dauer ihres Arbeitseinsatzes bzw. ihres Verwandtschaftsverhältnisses zum Betriebsinhaber unterteilt in:
Arbeitskraft‑Einheit
Die Arbeitskraft‑Einheit (AK‑E) ist die Maßeinheit der Arbeitsleistung einer im Berichtszeitraum mit betrieblichen Arbeiten vollbeschäftigten und nach ihrem Alter voll leistungsfähigen Person. Die Arbeitsleistung wird aus der je Arbeitskraft für den Arbeitsbereich Betrieb angegebenen Arbeitszeit ermittelt. Bei teilbeschäftigten Arbeitskräften wird ihre Arbeitsleistung an der Arbeitsleistung einer vollbeschäftigten Arbeitskraft gemessen und in Bruchteilen einer AK‑E errechnet.
Als vollbeschäftigt galten bis 2007 Familien-Arbeitkräfte mit einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 42 Stunden und mehr, ständige Arbeitskräfte mit einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 38 Stunden und mehr. Ab 2010 wurde diese Arbeitszeit auf 40 Wochenstunden vereinheitlicht.
Bei den nichtständigen Arbeitskräften, wird die Arbeitsleistung in Arbeitstagen (1 Arbeitstag = 8 Stunden) erfasst. Die AK‑E wird durch Bezug der geleisteten Arbeitstage auf die Arbeitstage im Berichtszeitraum (bis 1999: 22 Arbeitstage; bis 2007: 220; ab 2010: 225) ermittelt.
Baumobst
Ertragsfähige und noch nicht ertragsfähige Flächen mit Obstbäumen, wobei das Baumobst die Hauptnutzung darstellt. Hierzu zählen unter anderem Äpfel, Birnen, Kirschen, Zwetschgen und Pflaumen, Pfirsiche, Mirabellen und Renekloden, Aprikosen. Walnüsse werden ab 2010 unter der Position »Nüsse« nachgewiesen.
Baumschulflächen
Hierzu zählen Flächen zur Anzucht und Vermehrung von Obst- und Ziergehölzen sowie von Forstpflanzen, jedoch ohne forstliche Saat- und Pflanzgärten für den Eigenbedarf der Forstbetriebe und ohne Rebschulflächen und Rebschnittgärten. Flächen, die im Erhebungsjahr brachliegen, im darauf folgenden Jahr jedoch wieder als Baumschulfläche genutzt werden sollen, zählen auch dazu.
Betrieb
Als Betrieb im Sinne der Erhebungspraxis ist diejenige technisch-wirtschaftliche Einheit zu verstehen, die mindestens eine der Erfassungsgrenzen der Agrarstatistik erreicht, für Rechnung eines Inhabers (Betriebsinhaber oder Gesellschaft) bewirtschaftet wird, einer einheitlichen Betriebsführung untersteht und land- oder forstwirtschaftliche Erzeugnisse hervorbringt. Die Absicht, Gewinn zu erzielen, ist nicht erforderlich.
Im Aufbau folgt die Agrarstrukturerhebung dem so genannten Betriebssitzprinzip, das heißt, sämtliche Flächen und Viehbestände eines Betriebes werden ohne Rücksicht auf die Markungszugehörigkeit und die Eigentumsverhältnisse in derjenigen Gemeinde nachgewiesen, in der sich die Wirtschaftsgebäude bzw. der Betriebs- oder Verwaltungssitz des Betriebes befindet. Bei einem Betrieb mit mehreren Betriebsteilen wird der Betrieb der regionalen Einheit zugeordnet, in der der Hauptbetrieb liegt.
Betriebe des öffentlichen Rechts
  • Kirche, kirchliche Anstalt oder dergleichen, Anstalt oder Stiftung des öffentlichen Rechts,
  • Gebietskörperschaften: Bund, Land, Bezirk, Kreis, Gemeinde, Bezirks-, Kreis- oder Gemeindeverband.
Betriebe des privaten Rechts
  • eingetragene Genossenschaft (eG), eingetragener Verein (e. V.)
  • Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Aktiengesellschaft,
  • Anstalt oder Stiftung des privaten Rechts
Betriebe in der Hand von juristischen Personen
Dies sind Betriebe, deren Inhaber juristische Personen sind, und zwar:
Betriebe in der Hand von natürlichen Personen
Hierzu zählen alle Betriebe, deren Inhaber natürliche Personen sind, und zwar Einzelpersonen, Ehepaare, Geschwister, Erbengemeinschaften, BGB-Gesellschaften, offene Handelsgesellschaften, Kommanditgesellschaften oder Personengemeinschaften.
Dabei werden unterschieden:
Betriebsinhaber
Der Betriebsinhaber ist diejenige natürliche oder juristische Person, für deren Rechnung der Betrieb bewirtschaftet wird, ohne Rücksicht auf die jeweiligen individuell gestalteten Eigentumsverhältnisse.
betriebswirtschaftliche Ausrichtung der Betriebe
Die betriebswirtschaftliche Ausrichtung charakterisiert die Betriebe nach ihrem wirtschaftlichen Schwerpunkt. Seit 2003 gelten europäische Klassifizierungsverfahren, die die bis zum Jahr 2001 verwendete nationale Betriebssystematik ablöste. Das Ziel liegt darin, die landwirtschaftlichen Betriebe mit ihrer Vielzahl an Produktionszweigen (z. B. Ackerbau, Gartenbau, Veredlung) über die monetäre Bewertung ihrer Produktion in Gruppen ähnlicher Betriebe einzuteilen. Die Abgrenzung und Eingruppierung der landwirtschaftlichen Betriebe nach der betriebswirtschaftlichen Ausrichtung und der wirtschaftlichen Betriebsgröße ermöglicht den wirtschaftlichen Vergleich der Betriebe untereinander. Die betriebswirtschaftliche Ausrichtung eines Betriebes (BWA) ist ein Ausdruck für die Spezialisierung eines Betriebes bzw. seines Produktionsschwerpunktes.
Bis 2007 wurden zur Ermittlung des Produktionsschwerpunkts die Standarddeckungsbeiträge (SDB) der verschiedenen Produktionszweige herangezogen. Der SDB wird aus den standardisierten Erlösen je Flächeneinheit bzw. je Tiereinheit abzüglich der standardisierten Spezialkosten ermittelt. Ab 2010 wird als Rechengröße der Standardoutput (SO), der standardisierte Geldwert der Bruttoerzeugung, verwendet.
Die landwirtschaftlichen Betriebe werden entsprechend dem Anteil des Standarddeckungsbeitrages bzw. Standardoutputs, der sich für die einzelnen Produktionszweige am gesamten Standarddeckungsbeitrag/Standardoutput des Betriebes ergibt, einer betriebswirtschaftlichen Ausrichtung zugeteilt.
Bezeichnung der Zeiträume
Jahreszahlen (z. B. 1996) gelten für Kalenderjahre bzw. Erhebungsjahre; Jahreszahlen, die durch einen Schrägstrich verbunden sind (z. B. 1995/96), beziehen sich auf einen Zeitraum von 12 Monaten aus beiden Kalenderjahren, wie Wirtschaftsjahr 1. Juli bis 30. Juni, Forstwirtschaftsjahr 1. Oktober bis 30. September und dergleichen.
BF
Siehe selbstbewirtschaftete Gesamtfläche
Bruttoproduktion
Die Bruttoproduktion umfasst die gesamte pflanzliche und tierische Erzeugung einschließlich der für die Viehhaltung bereitgestellten Wirtschaftsfuttermittel.
BWA
Siehe betriebswirtschaftliche Ausrichtung der Betriebe
Dauergrünland
Dauergrünland umfasst alle Grünlandflächen, die außerhalb der Fruchtfolge – das heißt ohne Unterbrechung durch andere Kulturen – genutzt werden und zur Futter- oder Streugewinnung bzw. zum Abweiden bestimmt sind. Dauergrünlandflächen sind dementsprechend Wiesen, Mähweiden, Weiden sowie Hutungen und Streuwiesen. Auch Grünlandflächen mit Obstbäumen als Nebennutzung und Gras- oder Heugewinnung als Hauptnutzung (z. B. Streuobstwiesen) gehören hierzu, ebenso wie die vorübergehend aus der landwirtschaftlichen Erzeugung genommenen Grünlandflächen, für die ein Beihilfe-/Prämienanspruch besteht.
Dauerkulturen
Landwirtschaftliche Kulturen außerhalb der Fruchtfolge, die den Boden während eines Zeitraums über mehrere Jahre (fünf Jahre und länger) hinweg beanspruchen, wie Obstanlagen, Rebflächen oder Baumschulen. Auch Weihnachtsbaumkulturen außerhalb des Waldes und andere Dauerkulturen wie z. B. Korbweidenanlagen zählen hierzu. Nicht dazu gehören jedoch Erdbeeren, Hopfen oder Spargel, auch wenn diese über mehrere Jahre auf derselben Fläche wachsen.
Eigenfläche
Hierzu zählt die selbstbewirtschaftete landwirtschaftlich genutzte Fläche, die im Eigentum des Betriebsinhabers steht. Flächen, die vom Betriebsinhaber als Nutznießer oder in Erbpacht bewirtschaftet werden, sind dabei den eigenen landwirtschaftlich genutzten Flächen gleichgestellt.
Einzelunternehmen
Hierbei ist der Inhaber eine Einzelperson bzw. ein Ehepaar.
Erfassungsgrenzen der Agrarstatistik
Landwirtschaftliche Betriebe (seit 2010):
Betriebe mit 5 Hektar (ha) und mehr landwirtschaftlich genutzter Fläche oder mit weniger als 5 Hektar Fläche, aber mit mindestens einer der folgenden Erzeugungseinheiten:
  • 10 Rinder
  • 50 Schweine
  • 10 Zuchtsauen
  • 20 Schafe
  • 20 Ziegen
  • 1 000 Stück Geflügel
  • 0,5 ha Hopfen
  • 0,5 ha Tabak
  • 1,0 ha Dauerkulturen im Freiland oder je
    • 0,5 ha Obstanbau-, Reb- oder Baumschulfläche
    • 0,5 ha Gemüse oder Erdbeeren im Freiland
    • 0,3 ha Blumen oder Zierpflanzen im Freiland
    • 0,1 ha Kulturen unter Glas oder anderen begehbaren Schutzabdeckungen
    • 0,1 ha Speisepilze
Forstbetriebe:
Betriebe mit mindestens 10 Hektar Waldfläche oder Fläche mit schnellwachsenden Baumarten.
Die Erfassungsgrenzen wurde im Lauf der Jahre mehrfach angehoben, deshalb sind die in den Zeitreihen angegebenen Werte nicht immer unmittelbar miteinander vergleichbar.
Für Viehbestandserhebungen und Anbauerhebungen gelten teilweise eigene Erfassungsgrenzen.
Erfassungsgrenzen vor 2010
Erhebungskonzept für den Bereich der Strukturerhebungen in der Agrarstatistik
Das Erhebungskonzept für die Strukturerhebungen in der amtlichen Agrarstatistik ist so aufgebaut, dass sich Erhebungen bei allen landwirtschaftlichen Betrieben (allgemeine Erhebungen) mit Erhebungen in ausgewählten landwirtschaftlichen Betrieben (repräsentative Erhebungen) in einem bestimmten Rhythmus abwechseln. Allgemeine Erhebungen sollen neben der umfassenden Darstellung der landwirtschaftlichen Strukturen auch Ergebnisse bis in tiefe regionale Gliederungsebenen ausweisen. Mit repräsentativen Erhebungen soll die Belastung der auskunftspflichtigen Landwirte so gering wie möglich gehalten werden, auch wenn die Ergebnisse aus repräsentativen Erhebungen in der Regel nur auf Landesebene dargestellt werden können.
Im Rahmen der allgemeinen Erhebungen werden alle landwirtschaftlichen Betriebe, die die Erfassungsgrenzen erreichen, befragt. Die Ergebnisse können nicht nur auf Landesebene, sondern in der Regel bis auf Gemeindeebene ausgewiesen werden.
In die repräsentativen Erhebungen wird nur ein Teil aller landwirtschaftlichen Betriebe einbezogen. Diese so genannten »Stichprobenbetriebe« werden nach einem mathematisch-statistischen Auswahlverfahren ausgewählt. Zur Steigerung der Ergebnisgenauigkeit wird jeder Betrieb der Grundgesamtheit der landwirtschaftlichen Betriebe im Vorfeld der Stichprobenziehung einer bestimmten Schicht zugeordnet. Die Abgrenzung der einzelnen Schichten erfolgt dabei nach Größe der landwirtschaftlichen Flächen, der Viehbestände oder dem Anbau von Sonderkulturen. Jeder Schicht wird ein spezifischer Auswahlsatz zugeordnet, sodass die Gewinnung eines repräsentativen Gesamtergebnisses gewährleistet ist. Da die Auswahl der Betriebe, die in die repräsentative Erhebung einbezogen werden, nicht nach regionalen Gesichtspunkten erfolgt, muss bei repräsentativen Erhebungen auf tiefer gegliederte Regionalergebnisse verzichtet werden. Dargestellt wird in der Regel lediglich ein Landesergebnis.
Ernteerträge für Gemüse und Obst
Marktfähige Ware, gleichgültig ob sie voll verwendet werden kann oder nicht.
Die Ergebnisse der Obsternte der Jahre 1995 bis 1996 basieren bei Äpfeln, Birnen, Süßkirschen, Pflaumen/Zwetschgen, Mirabellen/Renekloden und Pfirsichen auf der Ergänzenden Ernteermittlung, bei Sauerkirschen, Aprikosen, Walnüssen und Beerenobst auf den Schätzungen der amtlichen Berichterstatter.
Die Darstellung der Obsternten im Marktobstbau seit 1990 beruht auf den Schätzungen der amtlichen Berichtserstatter. Lediglich bei Äpfeln handelt es sich um die Messung ermittelter Ergebnisse der Ergänzenden Ernteermittlung.
Ernteerträge für landwirtschaftliche Feldfrüchte und Grünland
Eingebrachte Ernte; für Getreide auf 14 % Feuchtigkeit umgerechnet. Bei den Hektarerträgen handelt es sich um die endgültigen Ernteschätzungen der amtlichen Berichterstatter, die mit den auf Stichprobenbasis gewonnenen Messungsergebnissen der Besonderen Ernteermittlung (Getreide und Kartoffeln)koordiniert werden.
Familienarbeitskräfte
Zu den Familienarbeitskräften zählen der Betriebsinhaber und – sofern vorhanden – der Ehegatte, auch wenn dieser keine betriebliche Arbeit verrichtet. Des Weiteren werden alle auf dem Betrieb lebenden und im Betrieb mitarbeitenden Familienangehörigen des Betriebsinhabers erfasst.
Bis zum Jahr 1995 wurden im Rahmen des Einzelpersonenkonzepts die Familienarbeitskräfte in allen Betrieben in der Hand natürlicher Personen erhoben. Seit dem Jahr 1997 werden Familienarbeitskräfte nur noch in Betrieben der Rechtsform Einzelunternehmen erhoben. In Betrieben mit der Rechtsform einer Personengesellschaft (u. a. GbR, Erbengemeinschaft) werden seit 1997 betriebliche Arbeitskräfte nur noch in den Kategorien der ständigen bzw. nicht ständigen (Fremd-)Arbeitskräfte nachgewiesen.
Forstbetriebe
Das sind Betriebe mit einer Waldfläche von 10 Hektar und mehr, die keine der Erfassungsgrenzen für landwirtschaftliche Betriebe erreichen.
Bis 2003 erfolgte die Abgrenzung zusätzlich aufgrund des Flächenverhältnisses zwischen landwirtschaftlich genutzter Fläche und Waldfläche. Nur Betriebe, bei denen die Waldfläche mehr als das Zehnfache der landwirtschaftlich genutzten Fläche ausmachte, zählten zu den Forstbetrieben.
Im Jahr 1999 wurde die Erfassungsgrenze für Betriebe mit Waldflächen von 1 Hektar auf 10 Hektar erhöht.
Mit dem im Wesentlichen zum 1. 1. 2005 in Kraft getretenen Verwaltungsstruktur-Reformgesetz erfolgte in Baden-Württemberg eine Eingliederung der Staatlichen Forstämter in die Landratsämter und Stadtkreise. Im statistischen Nachweis führt dies ab 2005 zu einem Rückgang der berichtspflichtigen Forstbetriebe.
Ab dem Jahr 2010 werden auch die schnellwachsenden Baumarten (Kurzumtriebsplantagen) erfasst.
Fremdarbeitskräfte
Siehe Arbeitskräfte
Gartenbauerzeugnisse
Nachgewiesen werden hier die Erzeugnisse des Erwerbsgartenbaus. Anzugeben ist der Anbau von Gemüse, Spargel, Erdbeeren, Blumen und Zierpflanzen im Freiland und unter Glas. Auch der Vermehrungsanbau von Blumenzwiebeln und -knollen sowie die gezielte Erzeugung von Saat- und Pflanzgut in Gartenbausämereien zählen hierzu. Neben dem Anbau von Gartenbauerzeugnissen auf dem Ackerland sind auch der Anbau von Baumschulerzeugnissen und Obst mit einbezogen.
Großvieheinheiten
Die Großvieheinheit (GV) ist ein Umrechnungsschlüssel für die verschiedenen Nutzvieharten. Ihre Berechnung basiert auf dem Lebendgewicht der einzelnen Tiere, wobei 500 kg Lebendgewicht einer Großvieheinheit entspricht und auf den ganzjährig im Betrieb gehaltenen Durchschnittsbestand bezogen ist.
Zur Berechnung der Großvieheinheiten (GV) in der Agrarstatistik wird der folgende Umrechnungsschlüssel verwendet:
ViehkategorienGV
Einhufer0,950
Kälber und Jungrinder unter 1 Jahr alt0,300
Rinder 1 bis unter 2 Jahre alt0,700
Rinder 2 Jahre und älter1,000
Geflügel0,004
Ferkel0,020
Zuchtsauen0,300
andere Schweine0,120
Schafe unter 1 Jahr alt0,050
Schafe 1 Jahr und älter0,100
Ziegen0,080
GV
Grossvieheinheiten
Haupterwerbsbetrieb
Ein Betrieb, in dem das Einkommen des Betriebsinhabers (und ggf. seines Ehegatten) aus betrieblichen Quellen höher ist als das Einkommen aus außerbetrieblichen Quellen. Das Gegenstück ist der Nebenerwerbsbetrieb. Die Typisierung in Haupt- und Nebenerwerb erfolgt nur für Betriebe in der Rechtsform eines Einzelunternehmens.
Bis 2007 spielte neben der Relation von betrieblichen und außerbetrieblichen Einkommen die Arbeitsleistung (ausgedrückt in Arbeitskraft‑Einheiten) je Betrieb eine Rolle.
Danach galten als Haupterwerbsbetriebe solche Betriebe, in denen
  • das betriebliche Arbeitsvolumen, berechnet in Arbeitskraft-Einheiten, 1,5 AK‑E und mehr beträgt,
  • das betriebliche Arbeitsvolumen mindestens 0,75 und weniger als 1,5 AK‑E beträgt und bei denen der Anteil des betrieblichen Einkommens am Gesamteinkommen des Betriebes 50 % und mehr beträgt bzw. kein außerbetriebliches Einkommen vorliegt.
Haus- und Nutzgärten
Gartenflächen, auf denen für den eigenen Bedarf Gartenbauerzeugnisse (Obst, Gemüse, Zierpflanzen) oder Kartoffeln angebaut werden, auch Grabeland auf dem Acker außerhalb der Fruchtfolge.
Nicht zu den Haus- und Nutzgärten rechnen die Flächen des Feldgemüsebaus und des Erwerbsgartenbaus, sowie private Parkanlagen, Rasenflächen und Ziergärten.
landwirtschaftlich genutzte Fläche
Zur landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF) zählen alle Flächen, die als Ackerland (einschließlich Erwerbsgartenbau), Dauergrünland, Haus- und Nutzgärten, Obstanlagen, Baumschulen, Rebflächen, Korbweiden-, Pappelanlagen und Weihnachtsbaumkulturen außerhalb des Waldes genutzt werden, einschließlich der stillgelegten sowie vorübergehend aus der landwirtschaftlichen Erzeugung genommenen Flächen. Dauerhaft aus der landwirtschaftlichen Produktion genommene Flächen, Waldflächen, Kurzumtriebsplantagen sowie Gebäude- und Hofflächen zählen nicht hinzu.
landwirtschaftliche Betriebe
Ab 2010 Betriebe mit mindestens 5 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche oder mit weniger als 5 Hektar Fläche, aber mit bestimmten tierischen oder pflanzlichen Mindesterzeugungseinheiten.
Erfassungsgrenzen in der Agrarstatistik
Legehennen
Legehennen sind alle Hennen, die zur Produktion von Eiern gehalten werden und mindestens ein halbes Jahr alt sind. Noch nicht legereife Tiere, die aber bereits als Legehennen aufgestallt sind, zählen hier ebenfalls dazu.
LF
Siehe landwirtschaftlich genutzte Fläche
Marktobstbau
Der Marktobstbau umfasst Obstanlagen bzw. Obstflächen, auf denen Baumobst in Hauptnutzung angebaut ist. Baumobst ist als Hauptnutzung anzusehen, wenn auf der betreffenden Fläche außer dem Baumobst keine anderen Kulturen angebaut werden oder wenn außer dem Baumobst andere Kulturen angebaut sind, deren Erlös aber geringer ist als der erzielbare Erlös aus der Baumobsternte oder wenn es sich um Neuanpflanzungen von Baumobst handelt, gleichgültig ob mit oder ohne Unter- bzw. Zwischenkultur. In der Regel wird die Ernte ganz oder zum überwiegenden Teil zum Verkauf kommen.
Mastschweine
Zur Schlachtung vorgesehene Schweine mit 50 kg und mehr Lebendgewicht (einschließlich Eber und ausgemerzte Zuchttiere), ohne die zur Zucht bestimmten Sauen mit einem Lebendgewicht von 50 kg und mehr.
Milchkühe
Hierzu gehören alle Kühe, die zum Zweck der Milchproduktion in den land- und forstwirtschaftlichen Betrieben aufgestallt sind. Ammen- und Mutterkühe sowie Schlacht- und Mastkühe sind dabei nicht mit eingeschlossen.
Nahrungsmittelproduktion
Die Nahrungsmittelproduktion schließt dagegen nur die Mengen ein, die für den menschlichen Verzehr und an Rohprodukte für gewerbliche Zwecke (einschließlich Eigenverbrauch) verfügbar sind. Darunter fallen sowohl die pflanzlichen Erzeugnisse, die für die menschliche Ernährung direkt verwendet werden oder zur Verarbeitung im Nahrungsmittel produzierenden Gewerbe dienen, als auch die tierischen Erzeugnisse aus den verschiedenen Zweigen der landwirtschaftlichen Veredelungswirtschaft.
Nebenerwerbsbetrieb
Ein Betrieb, in dem das Einkommen des Betriebsinhabers (und ggf. seines Ehegatten) aus außerbetrieblichen Quellen höher ist als das Einkommen aus betrieblichen Quellen. Das Gegenstück ist der Haupterwerbsbetrieb. Die Typisierung in Haupt- und Nebenerwerb erfolgt nur für Betriebe in der Rechtsform eines Einzelunternehmens
Bis 2007 spielte neben der Relation von betrieblichen und außerbetrieblichen Einkommen die Arbeitsleistung (ausgedrückt in Arbeitskraft-Einheiten) je Betrieb eine Rolle.
Danach galten als Nebenerwerbsbetriebe solche Betriebe, in denen
  • das betriebliche Arbeitsvolumen, berechnet in Arbeitskraft-Einheiten, weniger als 0,75 AK‑E betrug,
  • das betriebliche Arbeitsvolumen mindestens 0,75 und weniger als 1,5 AK‑E betrugt und das außerbetriebliche Einkommen des Betriebsinhabers und/oder seines Ehegatten größer war als das betriebliche Einkommen.
nicht ständige Arbeitskräfte (Saisonarbeitskräfte)
Hierzu zählen alle Personen im Alter von 15 Jahren und älter, die während des Berichtszeitraumes in einem befristeten Arbeitsverhältnis zum Betrieb standen (z. B. Erntehelfer, Saisonarbeitskräfte). Bis 2007 wurden Arbeitskräfte dann zu den nicht ständig Beschäftigten gezählt, wenn sie weniger als drei Monate beschäftigt waren. Ab 2010 liegt diese Grenze bei unter 6 Monaten.
Obstanlagen
Als Obstanlagen zählen die ertragsfähigen und noch nicht ertragsfähigen Anlagen von Obstbäumen und Beerensträuchern sowie Nüssen ohne Unterkultur oder mit Unterkultur, wenn Obst die Hauptnutzung darstellt. Nicht zu den Obstanlagen rechnen reine Erdbeeranlagen, Obstanlagen auf Äckern, Wiesen und Weiden, bei denen die Hauptnutzung die landwirtschaftlichen Feldfrüchte oder der Futterertrag (Gras, Heu) bilden sowie der Obstbau in Haus- und Kleingärten für den Eigenbedarf der Gartenbesitzer.
Ökologischer Landbau
Hierzu werden alle landwirtschaftlichen Betriebe gezählt, die als Ganzes oder mit einem abgegrenzten Betriebsteil dem Kontrollverfahren der EU‑Öko‑Verordnung unterliegen. Mit der »Verordnung (EG) Nr. 834/2007 des Rates vom 28. Juni 2007 über die ökologische/ biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/ biologischen Erzeugnissen und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 2092/91« sowie deren Durchführungsverordnungen werden die Mindestanforderungen für Erzeugung und Kontrolle von Ökoprodukten festgelegt. Die EU‑Öko‑Verordnung schreibt genau vor, wie Erzeugnisse, die als »ökologisch« oder »bio« vermarktet werden sollen, produziert werden müssen und welche Stoffe dabei zulässig sind. Auch die Kennzeichnung der Produkte ist vor dem Hintergrund der Transparenz für die Verbraucher genau definiert.
Weitere Informationen zum ökologischen Landbau und Hinweise zu den Besonderheiten der Angaben aus verschiedenen Quellen in Baden‑Württemberg. (Infodienst Landwirtschaft – Ernährung – Ländlicher Raum)
Pachtfläche
Die Pachtfläche ist die vom Betrieb landwirtschaftlich genutzte Fläche, die gegen Entgelt (in Geld, Naturalien oder sonstigen Leistungen) und auf Grund eines schriftlichen oder mündlichen Pachtvertrags zur Nutzung übernommen worden ist. Dabei wird danach unterschieden, ob diese Flächen von Familienangehörigen (Eltern, Großeltern, Geschwistern, Kindern des Betriebsinhabers und/oder dessen Ehegatten) – so genannte »Familienpachtungen«– oder von sonstigen (natürlichen oder juristischen) Personen gepachtet sind.
Bei den zugepachteten Flächen kann es sich um die Pacht von Einzelgrundstücken und/oder um die Pacht eines gesamten Betriebes (geschlossene Hofpacht) handeln. Nicht zum Pachtland gehören unentgeltlich zur Bewirtschaftung erhaltene landwirtschaftlich genutzte Flächen.
Personengesellschaften
Hierzu zählen Betriebe, die von mehreren Inhabern gemeinschaftlich bewirtschaftet werden. Personengemeinschaften haben keine eigene Rechtspersönlichkeit. Im Einzelnen zählen hierzu die Erbengemeinschaft, BGB-Gesellschaften, Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), Offene Handelsgesellschaft, Kommanditgesellschaft und andere Personengemeinschaften mit Gesellschaftsvertrag.
Rebflächen
Hierzu zählen die mit Reben (Keltertrauben, Tafeltrauben) bestockten Flächen und Jungfelder sowie die Rebbrache als gegenwärtig nicht mit Reben bestockte Fläche, die für eine Bepflanzung mit Reben vorbereitet wird. Rebschulen und Rebschnittgärten einschließlich der Unterlagenschnittgärten zählen ab 2010 zu den Baumschulen.
Saisonarbeitskräfte
Siehe nicht ständige Arbeitskräfte (Saisonarbeitskräfte)
selbstbewirtschaftete Gesamtfläche
Die selbstbewirtschaftete Gesamtfläche (BF) umfasst die von einem Betrieb aus bewirtschaftete oder verwaltete Bodenfläche, unabhängig davon, ob es sich um eigene, gepachtete oder unentgeltlich zur Bewirtschaftung übernommene Flächen handelt. Die Betriebsfläche setzt sich zusammen aus der landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF), der Waldfläche, der nicht mehr landwirtschaftlich genutzten Fläche (wie z. B. Flächen des Naturschutzes und der Landschaftspflege, Baumwiesen ohne landwirtschaftliche Nutzung) und den »sonstigen Betriebsflächen« wie z. B. Gebäude- und Hofflächen, Einschlagflächen für Baumschulkulturen, Öd- und Unland, unkultivierte Moorflächen, Gewässerflächen, Landschaftselemente auf landwirtschaftlich genutzten Flächen (Hecken, Feldgehölze etc.), Parkanlagen sowie Ziergärten.
Sozialökonomische Gliederung der Betriebe
Die Unterscheidung der landwirtschaftlichen Betriebe in die Erwerbsformen Haupt- oder Nebenerwerb der Rechtsform Einzelunternehmen.
Nähere Einzelheiten zur Einstufung siehe unter Haupterwerbsbetrieb bzw. unter Nebenerwerbsbetrieb.
Ständige Arbeitskräfte
Arbeitskräfte ohne Familienarbeitskräfte, die im Berichtszeitraum in einem unbefristeten oder auf mindestens sechs (bis 2007 drei) Monate abgeschlossenen Arbeitsverhältnis zum Betrieb standen. Zu den ständigen Arbeitskräften zählen auch Familienangehörige, die ständig im Betrieb arbeiten, aber außerhalb des Betriebes leben oder die mitarbeitenden Gesellschafter von Personengesellschaften.
Stilllegungsflächen
Die Stilllegung von landwirtschaftlichen Nutzflächen war seit Anfang der 1990er-Jahre ein Instrument der Agrarpolitik zur Regelung der Überschussproduktion bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Im Unterschied zur normalen Brache erhielt der Landwirt bei den Flächenstilllegungsprogrammen in der Regel einen Ausgleich dafür, dass er nichts bzw. nur nachwachsende Rohstoffe für den Non‑Food‑Bereich produziert. Stilllegungsflächen sind nicht mit den dauerhaft aus der landwirtschaftlichen Produktion genommenen Flächen zu verwechseln.
Vollbeschäftigte Arbeitskräfte
Siehe Arbeitskraft‑Einheit
Waldflächen
Unter dieser Bezeichnung werden die Holzbodenfläche und forstliche Pflanzgärten für den Eigenbedarf zusammengefasst. Zur Holzbodenfläche gehören auch Wege unter 5 m Breite, Blößen (Kahlflächen, die wieder aufgeforstet werden), gering bestockte (Nichtwirtschaftswald) und unbestockte Flächen (z. B. Holzlagerplätze), deren Größe den Zuwachs nicht wesentlich mindert.
Zählungsstichtag für die Viehbestandserhebung
Zur Gewinnung aktueller und vergleichbarer statistischer Informationen über die Zusammensetzung der Viehbestände in der Landwirtschaft und deren Bestandsentwicklungen sind stichtagsgenaue Erhebungen notwendig. Aus den Ergebnissen werden Prognosen über die Entwicklung auf den Vieh- und Fleischmärkten erstellt und sie bilden die Grundlage für die Berechnung von Versorgungsbilanzen auch auf europäischer Ebene.
Die Zählungsstichtage für die Viehbestandserhebungen haben sich im Laufe der Jahre jedoch mehrmals geändert:
Bis zum Jahr 1998 (einschließlich) wurden die Bestände an Rindern, Schweinen, Schafen, Geflügel, und Pferden am 3. Dezember eines Jahres allgemein bei allen landwirtschaftlichen Betrieben erhoben. Als so genannte Zwischenerhebungen wurden zudem am 3. der Monate April und August die Schweinebestände und am 3. des Junis die Bestände an Rindern und Schafe jeweils bei ausgewählten Stichprobenbetrieben erhoben.
Ab 1999 wurde der 3. Mai zum Stichtag Viehbestandserhebung. In zweijährigem Turnus wurden die Bestände an Rindern, Schweinen, Schafen, Pferden und Geflügel erfragt. In den Zwischenjahren fand eine repräsentative Erhebung über die Rinder-, Schweine- und Schafbestände zum 3. Mai statt. Zudem wurden jährlich die Bestände an Rindern und Schweinen zum Stichtag 3. November bei ausgewählten Stichprobenbetrieben erfragt.
Seit 2008 werden die Rinderbestände nicht mehr erfragt, sondern durch halbjährliche Auswertung zu den Stichtagen 3. Mai und 3. November des Herkunfts- und Informationssystems Tier (HIT) gewonnen.
Für die Landwirtschaftszählung 2010 wurde der Erhebungsstichtag der allgemeinen Erhebung an den Erhebungszeitraum der Haupterhebung angepasst und auf den 1. März 2010 gelegt. Repräsentative Erhebungen über die Bestände an Schweinen sowie Auswertung des HIT‑Rinderregisters finden halbjährlich zum 3. Mai und 3. November statt, die Schafbestände werden jährlich repräsentativ zum 3. November erfragt. Die Angaben zu den Viehbeständen sind auch vor den jeweils gültigen Erfassungsgrenzen abhängig.
Zuchtschweine
Hierzu gehören alle zur Zuchtverwendung eingesetzten weiblichen Tiere einschließlich der zur Zucht bestimmten Jungsauen mit 50 kg und mehr Lebendgewicht (Zuchtsauen) sowie die zur Zucht eingesetzten männlichen Tiere einschließlich der hierfür bestimmten Jungschweine mit 50 und mehr kg Lebendgewicht (Zuchteber).

Zeichenerklärung

0
weniger als die Hälfte von 1 in der letzten besetzten Stelle, jedoch mehr als nichts
nichts vorhanden (genau Null)
·
Zahlenwert unbekannt oder geheim zu halten
x
Tabellenfach gesperrt, weil Aussage nicht sinnvoll
Angabe fällt später an
/
Zahlenwert nicht sicher genug
()
Aussagewert eingeschränkt
p
vorläufige Zahl
r
berichtigte Zahl
s
geschätzte Zahl
D
Durchschnitt (arithmetisches Mittel)

© Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, 2014 | ^