Stuttgart, 14. Februar 2011Nr. 45/2011

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Zur Landtagswahl am 27. März 2011

Anteil der Frauen unter den Bewerbern erneut zurückgegangen

Zur Wahl des 15. baden-württembergischen Landtags am 27. März 2011 sind insgesamt 19 Parteien zugelassen. Dies entspricht exakt der Anzahl an Parteien, die zur Landtagswahl 2006 angetreten waren. Die Zahl der Wahlvorschläge hingegen hat sich gegenüber der Landtagswahl 2006, als 645 Wahlvorschläge vorlagen, um 39 auf insgesamt 684 Wahlvorschläge erhöht. Wie bereits bei der Landtagswahl 2006 kandidieren außerdem 6 Einzelbewerber.

Wahlvorschläge bei der Landtagswahl am 27. März 2011 in Baden-Württemberg
ParteienZahl der Wahl-
vorschläge
CDUChristlich Demokratische Union Deutschlands 70
SPDSozialdemokratische Partei Deutschlands 70
GRÜNEBÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 70
FDPFreie Demokratische Partei 70
VolksabstimmungAb jetzt…Bündnis für Deutschland, für Demokratie durch Volksabstimmung 5
AUFAUF - Partei für Arbeit, Umwelt und Familie, Christen für Deutschland 15
BIGBündnis für Innovation und Gerechtigkeit 16
BüSoBürgerrechtsbewegung Solidarität 3
DKPDeutsche Kommunistische Partei 1
DIE LINKEDIE LINKE 70
REPDIE REPUBLIKANER 70
DIE VIOLETTENDie Violetten – für spirituelle Politik 8
FAMILIEFamilien-Partei Deutschlands 2
NPDNationaldemokratische Partei Deutschlands 68
ödpÖkologisch-Demokratische Partei / Familie und Umwelt 63
PBCPartei Bibeltreuer Christen 10
Die PARTEIPartei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative 1
PIRATENPiratenpartei Deutschland 70
RSBRevolutionär Sozialistischer Bund / Vierte Internationale 2
Einzelbewerber 6

Zahl der Bewerber gegenüber 2006 deutlich gestiegen

Mit den Bewerbern der Parteien und den 6 Einzelbewerbern kandidieren am 27. März insgesamt 690 Bewerber sowie 632 Ersatzbewerber für einen Sitz im 15. Landtag von Baden-Württemberg. Das sind 39 Bewerber und 78 Ersatzbewerber mehr, als zur Landtagswahl 2006 angetreten waren. Insgesamt 151 Personen kandidieren in zwei Wahlkreisen als Bewerber und/oder Ersatzbewerber. Unter Berücksichtigung der Doppelbewerber kandidieren somit insgesamt 1171 Personen für ein Landtagsmandat.

Frauenanteil an den Bewerbern gegenüber 2006 gesunken

Der Frauenanteil unter den 690 Bewerbern liegt bei 17,5 Prozent. Bei der Landtagswahl 2006 waren mit gut 20 Prozent Frauen noch deutlich mehr Frauen unter den Bewerbern zu finden. Unter den Ersatzbewerbern zur Landtagswahl 2011 stellen die Kandidatinnen mit 26,4 Prozent einen zwar deutlich höheren Anteil. Gegenüber der Landtagswahl 2006 (gut 30 Prozent) ist jedoch auch hier ein deutlicher Rückgang an weiblichen Kandidaten zu ververzeichnen.

Wahlvorschläge bei der Landtagswahl 2011 in Baden-Württemberg nach Parteien und Geschlecht der Kandidaten
ParteiBewerberdarunter FrauenErsatz-
bewerber
darunter Frauen
Anzahlin %Anzahlin %
CDU701115,7702434,3
SPD701420702840
GRÜNE702637,1703752,9
FDP701825,7701622,9
Volksabstimmung5120000
AUF1532012541,7
BIG16425000
BüSo3133,3000
DKP100100
DIE LINKE701115,7692029
REP70811,4701014,3
DIE VIOLETTEN800000
FAMILIE22100100
NPD6845,9651116,9
ödp631320,6621219,4
PBC1000200
Die PARTEI100000
PIRATEN7057,17045,7
RSB200000
Einzelbewerber600000
 Insgesamt69012117,563216726,4

Unter den derzeit im Landtag vertretenen Parteien weisen die GRÜNEN den höchsten Anteil weiblicher Kandidaten auf. Rund 37 Prozent ihrer Bewerber sind Frauen. Deutlich weniger Frauen sind unter den Bewerbern der FDP (knapp 26 Prozent), der SPD (20 Prozent) und der CDU (knapp 16 Prozent) zu finden. Die GRÜNEN, FDP und SPD liegen damit deutlich über dem Landesdurchschnitt von 17,5 Prozent. Unter den Bewerbern der CDU sind Frauen hingegen unterrepräsentiert. Auffallend niedrig ist der Frauenanteil unter den Bewerbern der PIRATEN und der NPD, von deren Wahlvorschlägen nur gut 7 Prozent bzw. knapp 6 Prozent Frauen sind. DKP, DIE VIOLETTEN, PBC, Die Partei und RSB haben keine Frauen unter ihren Bewerbern, wobei für die genannten Parteien lediglich jeweils 1 bis 10 Bewerber insgesamt antreten. Auch unter den 6 Einzelbewerbern befindet sich keine Frau.

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