Stuttgart, 24. Januar 2012Nr. 20/2012

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Positive Arbeitsmarktbilanz 2011: Zahl der Erwerbstätigen im Südwesten um 1,6 Prozent gestiegen

Zweitstärkster Stellenzuwachs bundesweit

Dank der guten konjunkturellen Entwickung ist die Zahl der Erwerbstätigen im Südwesten im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Landesamt anhand neuester vorläufiger Berechnungen des Arbeitskreises »Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder« feststellt, lag Baden-Württemberg mit diesem prozentualen Stellenzuwachs nach Bayern gemeinsam mit Niedersachsen auf Platz zwei im Bundesländerranking. Die Spannweite der Erwerbstätigenentwicklung der Länder reichte von +1,9 Prozent in Bayern bis −0,8 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern. Bundesweit betrug der Erwerbstätigenzuwachs 1,3 Prozent.

Getragen wurde diese positive Erwerbstätigenentwicklung von den sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmern, die mit Abstand die größte Gruppe unter den Erwerbstätigen darstellen. Nach neuesten Angaben der Bundesagentur für Arbeit standen von Januar bis Oktober 2011 in Baden-Württemberg durchschnittlich 3,98 Mill. Personen in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis, 96 000 oder 2,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im September 2011 hatte die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer im Südwesten erstmals die 4-Millionen-Marke überschritten.

Was den zahlenmäßigen Zuwachs der Arbeitsplätze angeht, hatte im Jahr 2011 das Verarbeitende Gewerbe die Nase vorn. Dort gab es in den ersten zehn Monaten durchschnittlich fast 1,25 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, 22 000 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. An zweiter Stelle folgte die Zeitarbeitsbranche mit durchschnittlich fast 97 000 Arbeitsplätzen, 21 000 mehr als im Vorjahr. Damit entstand gut jeder fünfte der insgesamt 96 000 zusätzlichen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in der Zeitarbeitsbranche. Im Gesundheits- und Sozialwesen stieg die Zahl der Beschäftigten um fast 13 000 auf 449 000, gefolgt vom Handel mit einem Zuwachs um 11 000 auf 551 000 Beschäftigte. Alleine auf diese vier Branchen entfielen fast 70 Prozent des gesamten Zuwachses an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen. Einzig im Finanz- und Versicherungsgewerbe nahm die Zahl der Beschäftigten um knapp 2 000 auf 137 000 ab.

Den mit deutlichem Abstand stärksten prozentualen Zuwachs an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen verzeichnete von Januar bis Oktober 2011 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum die Zeitarbeitsbranche (+27,3 Prozent).

Spiegelbildlich zum Zuwachs an Arbeitsplätzen ging die Arbeitslosigkeit im Jahr 2011 kräftig zurück. Nach neuesten Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren durchschnittlich rund 227 000 Menschen arbeitslos, fast 46 000 oder 16,8 Prozent weniger als im Jahr 2010. Die Arbeitslosenquote sank um 0,9 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent, so dass der Südwesten nach Bayern bundesweit die zweitniedrigste Arbeitslosenquote aufwies.

Schaubild: Erwerbstätige in den Bundesländern 2011 Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent

Erwerbstätige in den Bundesländern 2011*)
LandVeränderung gegenüber dem Vorjahr
in Prozent

*) Vorläufige Ergebnisse

Quelle: Arbeitskreis »Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder«

Baden-Württemberg+1,6
Bayern+1,9
Berlin+1,3
Brandenburg+0,5
Bremen+1,0
Hamburg+1,1
Hessen+1,5
Mecklenburg-Vorpommern−0,8
Niedersachsen+1,6
Nordrhein-Westfalen+1,4
Rheinland-Pfalz+1,2
Saarland+1,4
Sachsen+0,4
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein+1,0
Thüringen+0,5
Deutschland+1,3

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Weitere Informationen

Begriffliche Erläuterung

Die Erwerbstätigen umfassen neben den sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmern auch Beamte, Selbstständige und ausschließlich marginal Beschäftigte wie Personen mit Minijobs oder Arbeitsgelegenheiten.

Hinweis

Wegen umfassender Revisionsarbeiten in der Erwerbstätigenrechnung der Länder steht bis zu deren Abschluss im Jahr 2012 lediglich ein sehr eingeschränktes Datenangebot in Form gesamtwirtschaftlicher Veränderungsraten zur Verfügung.

Kontakt

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Tel.: 0711/641-2451, E-Mail: Pressestelle

Fachliche Rückfragen

Dr. Monika Kaiser

Tel.: 0711/641-2620, E-Mail: Dr. Monika Kaiser

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