Stuttgart, 1. Februar 2012Nr. 33/2012

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Produktion der Südwestindustrie stieg im Dezember 2011 um 1,7 Prozent

Im Jahr 2011 kräftiger Produktionsanstieg von 8,9 Prozent zum Vorjahr – »Maschinenbau« mit Produktionssteigerung von über 15 Prozent im Branchenvergleich an der Spitze

Trotz der zum Ende des Jahres 2011 eher zurückhaltenden Nachfrage nach Industrieprodukten aus Baden-Württemberg hat sich die Produktionsleistung der Südwestindustrie zum Jahresende positiv entwickelt. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes stieg im Dezember 2011 das preisbereinigte Produktionsvolumen saison- und arbeitstäglich bereinigt im Vergleich zum Vormonat um 1,7 Prozent. Der Produktionsanstieg wurde vor allem von den Investitionsgüterproduzenten mit einem Plus von 2,5 Prozent getragen. Die Produzenten von Konsumgütern verzeichneten dagegen nur eine moderate Produktionssteigerung von 0,8 Prozent. Bei den Vorleistungsgüterproduzenten konnte der Produktionsausstoß zum Vormonat um 0,6 Prozent erhöht werden. Insgesamt lag im vierten Quartal die Produktionsleistung der Südwestindustrie um 0,6 Prozent über dem Vorquartal.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat steigerte die Südwestindustrie im Dezember ihr Produktionsvolumen preis- und arbeitstäglich bereinigt um beachtliche 7,4 Prozent. Damit kann seit nunmehr 24 Monaten in Folge im Vorjahresvergleich eine gesteigerte Produktionsleistung verzeichnet werden. Die zu Jahresbeginn hohe Dynamik der Produktionsentwicklung ist dabei zur Jahresmitte einer eher ruhigeren Gangart gewichen. Ein überdurchschnittlich kräftiges Produktionsplus von 10,3 Prozent verbuchten die Investitionsgüterproduzenten. Bescheidenere Wachstumsraten verzeichneten dagegen die Vorleistungsgüterproduzenten (4,3 Prozent) und noch deutlicher die Konsumgüterproduzenten (2,3 Prozent).

Im Jahr 2011 stieg das Produktionsvolumen der Südwestindustrie preis- und arbeitstäglich bereinigt kräftig um 8,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, blieb jedoch hinter dem außergewöhnlich hohen Produktionswachstum des Aufschwungjahres 2010 (14,9 Prozent) zurück. Der krisenbedingte Produktionsrückgang im Jahr 2009 konnte jedoch noch nicht ausgeglichen werden. Zu dem Produktionsplus trugen vor allem die Produzenten von Investitionsgütern bei (11,4 Prozent). Ein kräftiges Produktionsplus verbuchten auch die Vorleistungsgüterproduzenten (8,2 Prozent). Im Vergleich dazu fiel der Produktionsanstieg der Konsumgüterproduzenten deutlich schwächer aus (1,3 Prozent).

Nahezu alle bedeutenden Branchen der Südwestindustrie konnten die Produktion in 2011 mit zum Teil beachtlichem Tempo ausweiten. Im Branchenvergleich nimmt der »Maschinenbau« mit einem preis- und arbeitstäglich bereinigten Produktionsplus zum Vorjahr von 15,4 Prozent die Spitzenposition ein, gefolgt von der »Herstellung von Metallerzeugnissen« mit einem Produktionsanstieg gegenüber dem Vorjahr von 14 Prozent. Auch die »Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen« weitete die Produktion stärker aus (10,4 Prozent) als die Südwestindustrie insgesamt, jedoch mit deutlichem Abstand zu vorgenannten Branchen. Ein beachtliches Produktionsplus erzielten auch die »Metallerzeugung und –bearbeitung« (8,7 Prozent), die »Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren« sowie die »Herstellung von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen« (jeweils 7 Prozent). Dagegen ging die Produktion bei der »Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus« (–2,1 Prozent) und der »Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen« (–1,6 Prozent) zurück.

Schaubild: Produktionsindex im Verarbeitenden Gewerbe - preisbereinigt und kalendermonatlich

Schaubild: Produktionsindex im Verarbeitenden Gewerbe - Veränderungsraten gegenüber Vorjahresmonat

Produktionsindex für das Verarbeitende Gewerbe in Baden-Württemberg im Dezember 2011
Indexstand: 2005 = 100, preisbereinigt
WZ
2008
Ausgewählte WirtschaftszweigeVeränderung in Prozent
Dezember 2011Januar–Dezember 2011
gegenüber
November 2011Dezember 2010Vorjahreszeitraum
Original-
werte
saison- und arbeits-
täglich bereinigt1)
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werte
arbeits-
täglich bereinigt1)
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täglich bereinigt1)

1) Nach Berliner Verfahren BV 4.1.

2) Einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden.

 Verarbeitendes Gewerbe2)−8,8+1,7+3,1+7,4+8,5+8,9
 Vorleistungsgüterproduzenten−18,2+0,6+0,4+4,3+7,9+8,2
 Investitionsgüterproduzenten−4,4+2,5+5,4+10,3+10,9+11,4
 Konsumgüterproduzenten−8,2+0,8−1,2+2,3+1,0+1,3
10Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln−2,6+1,0−0,5+1,2+1,0+1,2
17Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus−13,6+1,9−3,9−0,4−2,4−2,1
20Herstellung von chemischen Erzeugnissen−13,7+3,3+4,3+7,7+5,1+5,3
21Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen−1,8+4,3+12,3+16,3−1,9−1,6
22Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren−26,6−0,6−2,2+2,5+6,6+7,0
24Metallerzeugung und -bearbeitung−25,1+2,1+1,6+6,8+8,3+8,7
25Herstellung von Metallerzeugnissen−18,6−1,7−0,3+4,0+13,7+14,0
26Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen−0,0+0,2−2,3+0,1+6,7+7,0
27Herstellung von elektrischen Ausrüstungen−19,4−1,1−5,6−1,5+6,3+6,7
28Maschinenbau+9,2+2,5+6,5+10,4+15,0+15,4
29Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen−23,2+2,9+5,9+14,2+9,8+10,4
33Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen+24,9+5,1+12,3+13,2+5,9+6,0

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