Stuttgart, 1. Februar 2012Nr. 35/2012

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Südwestindustrie beschäftigte in 2011 fast 25 800 Personen mehr als im Vorjahr

Industrieumsätze klettern kräftig in die Höhe und übersteigen den Umsatz des Aufschwungjahres 2010 deutlich

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes beschäftigten die Industriebetriebe1) in Baden-Württemberg im Dezember 2011 rund 1 061 200 Personen. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies einen kräftigen Anstieg der Beschäftigtenzahl um 32 900 Personen (3,2 Prozent). Allerdings hat der Personalaufbau der Südwestindustrie in den letzten beiden Monaten an Tempo verloren. Im Vormonatsvergleich ging die Beschäftigtenzahl gegenüber dem November leicht um 900 Personen zurück
(–0,1 Prozent). Insgesamt beschäftigte die Südwestindustrie im zurückliegenden Jahr 2011 durchschnittlich 1 048 200 Personen, und damit fast 25 800 Personen (2,5 Prozent) mehr als in 2010. Damit kam es im Jahresvergleich erstmals nach dem Krisenjahr 2009 mit einem Personalabbau von 40 000 Personen (–3,7 Prozent) und dem Aufschwungjahr 2010 mit einem Personalabbau von 32 000 Personen (–3 Prozent) zu einem Anstieg der Beschäftigtenzahlen. Der krisenbedingte Personalabbau konnte jedoch bei weitem noch nicht ausgeglichen werden. Der Beschäftigungsstand der Südwestindustrie erreicht im Jahr 2011 annähernd das Niveau des Jahres 2006.

Mit nominal 24,8 Milliarden Euro übertrafen die Industrieumsätze im Dezember 2011 das Vorjahresergebnis deutlich um gut 1,4 Mrd. Euro (6,1 Prozent). Insgesamt erzielten die Industriebetriebe in 2011 einen Umsatz von 285,5 Mrd. Euro. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum bedeutet dies eine beachtliche Umsatzsteigerung um 29,8 Mrd. Euro (11,7 Prozent). Damit übersteigen die im Jahr 2011 realisierten Erlöse die des Aufschwungjahres 2010 (255,6 Mrd. Euro) deutlich um rund 30 Mrd. Euro und liegen zudem knapp 10 Mrd. Euro über dem letzten Umsatzhöchststand des Jahres 2007 (276,2 Mrd. Euro). Die krisenbedingten Umsatzeinbußen konnten somit mehr als wett gemacht werden. Zum Umsatzplus trugen sowohl das Auslandsgeschäft als auch die Binnennachfrage bei. Die Erlöse aus dem Auslandsgeschäft stiegen auf 148,4 Mrd. Euro und brachten ein Plus von 15,5 Mrd. Euro in die Kassen (11,7 Prozent). Die Impulse kamen hier in erster Linie aus den Ländern der Nicht-Eurozone, auf die 73,2 Prozent der Umsatzsteigerung im Exportgeschäft entfielen. Aus dem Geschäft mit den Inlandskunden resultierte ein Umsatz von 137,1 Mrd. Euro. Damit war hier gleichfalls eine beachtliche Umsatzsteigerung um 14,3 Mrd. Euro zu verzeichnen (11,7 Prozent). Zwar haben sowohl das Auslandsgeschäft wie auch die Binnennachfrage im Jahresverlauf zunehmend an Fahrt verloren, erreichen jedoch gegenüber dem Vorkrisen-Höchststand einen neuen Spitzenwert.

Die Exportquote der Südwestindustrie verharrte im Jahr 2011 mit 52 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres.

1) Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes (einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) mit mindestens 50 Beschäftigten. Neben den Industriebetrieben zählen dazu auch verarbeitende Handwerksunternehmen ab 50 Beschäftigte.

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