Stuttgart, 12. März 2012 – Nr. 75/2012
Das zulassungspflichtige Handwerk Baden-Württembergs hat nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes das Geschäftsjahr 2011 mit einem Umsatzplus von 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr beendet. Im gleichen Zeitraum waren in diesen Gewerben 0,6 Prozent mehr Personen beschäftigt. Zum Vergleich: In Deutschland insgesamt lagen die Umsätze im zulassungspflichtigen Handwerk 7,1 Prozent über dem Vorjahr, die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich ebenfalls um 0,6 Prozent.
Nach Ergebnissen der Handwerksberichterstattung des Statistischen Landesamtes zeigte die Umsatzentwicklung in Baden-Württemberg im Jahr 2011 für alle Gewerbegruppen ein positives Bild. Den größten Umsatzzuwachs konnten wie bereits im vergangenen Jahr die Handwerke für den gewerblichen Bedarf (14,4 Prozent) verbuchen. Hier verzeichneten vor allem die Feinmechaniker mit einer Steigerung von 17,4 Prozent ein enormes Umsatzplus. Auch das Bauhauptgewerbe (10,3 Prozent) und das Kraftfahrzeuggewerbe (9,2 Prozent) erzielten überdurchschnittliche Umsatzgewinne. Das Lebensmittelgewerbe verbuchte einen Umsatzanstieg von 6 Prozent. Eher gering fielen die Umsatzzuwächse im Ausbaugewerbe und Gesundheitsgewerbe (jeweils 2,2 Prozent) sowie in den Handwerken für den privaten Bedarf (1,6 Prozent) aus.
Die Personalentwicklung im zulassungspflichtigen Handwerk zeichnet über die Gewerbegruppen für das Jahr 2011 ein heterogenes Bild. Die Handwerke für den gewerblichen Bedarf erzielten mit 3,3 Prozent den stärksten Personalaufbau. Weiterer Beschäftigtenzuwachs entfiel auf das Gesundheitsgewerbe (0,8 Prozent) und das Ausbaugewerbe (0,6 Prozent). Die größten Personalkürzungen wurden bei den Handwerke für den privaten Bedarf (–2,4 Prozent) vollzogen. Es folgen das Bauhauptgewerbe und das Lebensmittelgewerbe mit einem Minus von jeweils 0,6 Prozent sowie das Kraftfahrzeuggewerbe mit einem Beschäftigtenrückgang von 0,3 Prozent.
infopunkt
Ab dem Berichtsjahr 2008 werden für die vierteljährliche Handwerksberichterstattung ausschließlich Verwaltungsdaten ausgewertet. Dies sind Meldungen zu den sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten zur Sozialversicherung (Quelle: Bundesagentur für Arbeit) sowie Umsatzsteuer-Voranmeldungen der Unternehmen (Quelle: Finanzverwaltung). Die Auswertung beruht methodisch auf einer Totalzählung, bei der die Angaben für alle über das Unternehmensregister identifizierten Handwerksunternehmen ausgewertet werden.
Für jedes Berichtsquartal werden zukünftig die vorläufigen Ergebnisse in unserem Internetangebot veröffentlicht. Die revidierten Ergebnisse werden für ein Berichtsjahr zusammengefasst und in einem Statistischen Bericht ca. acht Monate nach Ende des vierten Berichtsquartals herausgegeben.
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