2006-03

»Statistisches Monatsheft« 2006-03

Titelthema

Trendwende beim Flächenverbrauch?

Der Flächen- und Landschaftsverbrauch zählt mittlerweile zu den Dauerbrennern der umweltpolitischen Diskussion. An sich werden Flächen jedoch nicht verbraucht. Die Landschaft verschwindet nicht, sie wird verändert. Mit diesen Veränderungen einher geht allerdings eine ganz erhebliche Beeinträchtigung des Naturhaushaltes. So werden nicht nur die Funktionen des Bodens zum Teil irreversibel zerstört. Die Flächeninanspruchnahme und die mit ihr verbundene Zersiedelung und Zerschneidung von Naturräumen und Mindestarealen kann mit als Ursache des Rückgangs von Tier- und Pflanzenarten gesehen werden.

Thomas Betzholz

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Bevölkerung, Familie | ^

Zielgruppenorientierte Familienbildung

Traditionell werden Angebote der Familienbildung eher von Mittelschichtsfamilien in Anspruch genommen. Im Kontext der Bildungsdiskussion und den hier deutlich gewordenen schlechten Bildungschancen für Kinder aus sozial schwachen Familien gewinnt die Notwendigkeit einer Neupositionierung der Familienbildung in Deutschland an Bedeutung.

Dr. Stephanie Saleth

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Bevölkerung, Familie | ^

Zur Armutssituation von Familien in Deutschland

In Deutschland lebt etwa jeder Zehnte unter der Grenze der Einkommensarmut. Nach wie vor sind Familien überproportional von Einkommensarmut betroffen. Allerdings trifft dies auf die Familien unterschiedlich zu. Allein Erziehende und ihre Kinder haben ein besonders hohes Armutsrisiko. Einkommensarmut betrifft auch häufiger kinderreiche Familien. Armut ist zeitlich begrenzt. Allein erziehende Frauen bleiben zu etwa der Hälfte, Ehepaare mit Kindern nur zu etwa einem Drittel mindestens drei Jahre arm. Bei der Überwindung von Armut spielt die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit eine zentrale Rolle.

Cosima Strantz

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Bildung, Soziales | ^

Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems mit Abstand häufigster Anlass für eine Kur

In den 107 Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen des Landes mit mehr als 100 Betten wurden im Jahr 2004 gut 225 000 Patientinnen und Patienten behandelt. In knapp 82 000 Fällen oder 36 % aller Behandlungen führte eine Erkrankung des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes zu einem Kuraufenthalt. Mit großem Abstand folgten Behandlungen von Krankheiten des Kreislaufsystems (34 000), von psychiatrischen Diagnosen (27 000) sowie von bösartigen Neubildungen (Krebs, 25 000).

Dr. Lothar Baumann

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Wirtschaft, Arbeitsmarkt | ^

Informations- und Kommunikationstechnologie in Unternehmen 2005

Im internationalen Vergleich stellt die Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologie einen wichtigen Indikator für die »Modernität« einer Volkswirtschaft dar. Zur Gewinnung vergleichbarer Daten werden deshalb seit 2002 auf Initiative der Europäischen Union in den Mitgliedsstaaten freiwillige Erhebungen sowohl bei privaten Haushalten als auch bei Unternehmen durchgeführt. Für den Bereich der Unternehmen liegen nunmehr für Baden-Württemberg – nach einer erstmaligen Beteiligung 2003 – die aktuellen Ergebnisse für 2005 vor. Auch wenn der systematische Einsatz dieser Technologien in kleineren Unternehmen noch nicht durchgehend zur Selbstverständlichkeit geworden ist, belegen die Ergebnisse doch eine große Aufgeschlossenheit der Wirtschaft sowie eine stetige Anpassung an neue technische Möglichkeiten, wie beispielsweise die Nutzung schneller Internetverbindungen durch Breitbandanschlüsse. Auf der anderen Seite kann ein Rückgang der Unternehmen mit eigener Homepage auch als Indiz dafür gewertet werden, dass der Einsatz einzelner Komponenten zunehmend unter Kosten-Nutzen-Aspekten hinterfragt wird.

Dr. Richard Kössler

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Wirtschaft, Arbeitsmarkt | ^

Strukturen der baden-württembergischen Landwirtschaft 2005

Veränderte Rahmenbedingungen, hoher wirtschaftlicher Anpassungsdruck, eine europäisch geprägte Agrarpolitik und zunehmende Spezialisierung der Betriebe haben in der Landwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten wesentliche strukturelle Änderungen bewirkt. So ist nach den Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung (ASE) 2005 die Zahl der land-wirtschaftlichen Betriebe in Baden-Württemberg im letzten Vierteljahrhundert bis auf 60 600 zurückgegangen und hat sich damit mehr als halbiert. Gleichzeitig hat sich die durchschnittliche Betriebsgröße auf 23,9 Hektar mehr als verdoppelt und die Tierzahlen pro Halter sind deutlich gestiegen. Zu den so genannten »Spezialbetrieben« mit eindeutig ausgeprägtem Produktionsschwerpunkt zählen mittlerweile 4 von 5 Landwirtschaftsbetrieben.

Julia Arndt

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Wirtschaft, Arbeitsmarkt | ^

Regionale Entwicklung der Betriebsgrößenstruktur in der Landwirtschaft

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Preise, Einkommen, Verbrauch | ^

Knapp 7 Millionen Menschen nutzen in Baden-Württemberg den PC, 6,4 Millionen sind online

Die Ausstattung privater Haushalte mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT), verbunden mit Daten zu deren Nutzung, stellen wichtige Indikatoren zur Beurteilung der Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft dar. Aus diesem Grund wurde in der ersten Hälfte des Jahres 2005 schon zum vierten Mal eine Pilotstudie zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in privaten Haushalten durchgeführt. Während Bereiche wie die Ausstattung privater Haushalte mit einem Internetzugang oder auch die Nutzung von PC und Internet zu Hause eher stagnieren, nehmen beispielsweise die Onlinezeiten zu.

Dr. Michaela Voß

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Verschiedenes | ^

Das Mierscheid-Walla-Gesetz

Der dienstälteste Bundestagsabgeordnete, Katholik, Witwer und Flugtaubenexperte Jakob Maria Mierscheid (73) veröffentlichte bereits im Jahr 1983 seine richtungweisende Erkenntnis, dass die Bundestagswahlergebnisse für die SPD stark mit der Produktionsmenge für Rohstahl korrelieren. Den passionierten Taubenzüchter und statistischen Autodidakten zeichnete ein enormes statistisch-stochastisches Gespür aus. Bemerkenswert ist, dass sich die amtliche und wissenschaftliche Statistik seiner fundamentalen Entdeckung nur zaghaft nähern. In diesem Beitrag soll daher – auch zum Dank – belegt werden, dass sich das Mierscheid-Gesetz verallgemeinern lässt.

Jakob Maria Mierscheid / Wolfgang Walla

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Verschiedenes | ^

Elektronische Datenlieferungen immer bedeutsamer

Nach 2003 und 2004 wird nun der 3. Fortschrittsbericht 2005 des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg zur medienbruchfreien und plausibilisierten Datenlieferung vorgelegt. Mit dieser detaillierten Bestandsaufnahme möchte das Statistische Landesamt den Modernisierungsprozess der Datenbereitstellung bei seinen Berichtspflichtigen – seien es private Personen oder Unternehmen oder öffentliche Einrichtungen – dokumentieren und weiter vorantreiben. Dabei sind beim Übergang auf elektronische Datenlieferungen an das Statistische Landesamt durchaus beachtliche Fortschritte erreicht worden.

Winfried Gruber

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Verschiedenes | ^

Wie man sich durch statistische Grafiken täuschen lässt

Wolfgang Walla

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© Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, 2014 | ^